Hilfe, elektrische Haare

Da zieht man sich die Jacke aus und schon sind die Haare elektrisch und fliegen in der Gegend umher, aber warum? Und was hilft dagegen?

Besonders in der kalten Jahreszeit laden sich Haare gerne elektrisch auf und man sieht teilweise aus, als hätte man in die Steckdose gegriffen. Viele fragen sich, was der Grund dafür ist bzw. warum gerade in der Herbst- und Wintersaison sich die Haarpracht ein wenig verändert. Ob man es glaubt oder nicht, hier ist Physik im Spiel.

Was dahinter steckt

Die trockene Winterluft in den Innenräumen ist ein Hauptgrund von statisch aufgeladenen Haaren. Denn wenn die Luft feucht ist, so wie im Frühjahr und Sommer, kann diese die elektrostatische Aufladung der Haare sozusagen „aufnehmen“ und sie fliegen nicht mehr. Hingegen im Winter wird die Luft durch die Heizung trockener und somit sinkt die Luftfeuchtigkeit. Noch dazu, wenn die Haare kaputt oder besonders pflegebedürftig sind, steigt die Chance, dass die Haare noch mehr dazu neigen, sich statisch aufzuladen, da sie die Feuchtigkeit nicht so gut halten können.

Ein weiterer Grund ist die Kleidung. Wintermäntel, Schals und dicke Wollwesten tragen ebenfalls dazu bei, dass die Haare elektrisch werden. Einerseits ist die Reibung der Kleidung mit den Haaren, und andererseits ist die Stoffart der Kleidung ausschlaggebend, wie stark sich der Schopf elektrisch auflädt. Da geben die Haare nämlich bei Reibung negativ geladene Elektronen an die Kleidung oder Bürste ab und erhalten selbst positive. Und dadurch, dass die Haare dann die gleich Ladung besitzen, stoßen sie sich gegenseitig ab.

Was man dagegen tun kann

Zum einen helfen Haarspray und andere Finishprodukte gegen fliegende Haare, zum anderen können Naturfasern in der Kleidung vorbeugen. Denn Synthetikfasern aber auch Seide oder Wollschals fördern die elektrostatische Aufladung im Gegensatz zu Baumwolle oder Leder. Wer lieber auf Stylingprodukte setzt, der kann auch gerne ein Haarwax, Pomade, nährendes Haaröl oder mittelstarken Haarspray verwenden. Feuchtigkeitspflegen beim Waschen können von vornherein Feuchtigkeit ins Haar bringen und so ein bisschen die Haare aufbauen. Jedoch wer gerne dicke Schals und co. trägt, der sollte auf die erwähnten Stylingprodukte setzen.

Genauso sollten Bürsten und Kämme aus Naturmaterial verwendet werden, um gegen elektrostatische Aufladung vorzusorgen. Synthetische Produkte fördern hingegen die Aufnahme von positivgeladenen Ionen und machen die Haare somit leichter elektrisch.

Wer gerade unterwegs ist und schnell etwas gegen elektrische Haare braucht, aber weder Haarspray oder Haarwachs dabei hat, der kann zum Beispiel auch zu einer Handcreme greifen. Ganz wenig Produkt in den Händen verreiben und leicht über die Haarlängen und -spitzen drüber streichen. Es darf auf keinen Fall zu viel sein, denn dann sind die Haare fettig.

Mit diesen Tricks steht dem Winter mit nicht-elektrischen Haaren nichts mehr im Weg und wir wüschen euch eine schöne Zeit!

Farbtyp, welche Farbe passt zu mir?

Unbewusst oder bewusst nehmen wir Personen und deren Kleidungs-, Haut- und Haarfarben wahr. Und je nachdem, ob die Farbkombination passend wirkt oder nicht, empfinden wir das Gesamtbild als harmonisch oder unruhig. Doch woran liegt das?

Jeder Mensch hat eine individuelle Haut-, Augen- und Haarfarbe, und diese drei Eigenschaften in Kombination ergeben einen sogenannten Farbtyp. Und je nach Ausprägung von Helligkeit oder Farbrichtung kann, dank der Farbtypenlehre, jeder einer bestimmten Typgruppe mehr oder weniger zugeordnet werden. So gibt es vier Farbtypen, die farblich nach den Jahreszeiten kategorisiert sind – der Frühlingstyp, Sommertyp, Herbsttyp und der Wintertyp. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass jeder Mensch einzigartig ist und nicht immer eine 100%ige Übereinstimmung eines Farbtypes gegeben ist.

Die Farbtypen richten sich einerseits nach Farbtiefe, also ob eine Farbe dunkel oder hell ist, und nach der Nuance, sprich ob es ein warmer oder kalter Farbton ist. Um sich selbst einem Typ zuzuordnen gibt es natürlich gewisse Merkmale, die beispielhaft für die jeweilige Farbjahreszeit sind.

Typ Frühling

Hier kommt die Kategorie „helle und warme Farben“ zur Anwendung. Die eigene Haarfarbe hat einen warmen, goldigen bis kupferfarbenen Ton. Die Augen wirken goldgrün, hell oder dunkel Bernsteinfarben, Blau oder Gelbtürkisgrün. Die Haut hat einen hellen, geblichen Pfirsichunterton, gold-braune Sommersprossen sind nicht selten und im Sommer bekommt man schnell Bräune, allerdings kann im Alter Sonnenempfindlichkeit entstehen.

Wer sich nun doch einmal farblich Verändern will, dem empfiehlt sich, Farbtöne in goldenen Nuancen oder einem warmen Honigblond zu wählen, aber auch helle Brauntöne passen dazu. Man sollte jedoch beachten, dass die Haare nicht zu dunkel gefärbt werden, da es schnell unnatürlich wirken kann. Kleidung in hellen zarten Farben, wie z.B. in Hellorange, gelbliches Beige, Hellgrün oder helle Braun- oder Rottöne, passen perfekt zu diesem Farbtyp.

Typ Sommer

In die Kategorie „hell und kalte Farben“ fällt der Sommertyp. Beispielhaft sind das Menschen mit heller, durchscheinender und rosiger Haut, die einen blauen Unterton hat. Außerdem ist die Augenfarbe meist in einem blauen, blaugrünen, graugrünen oder aquamarinfarbenen Ton schimmernd. Die Haarpracht wirkt kühl und hat eine rauchige Nuance, wobei die Farbtiefe meist von Hell- bis Dunkelblond geht aber auch das klassische „Mausgrau“ in diese Farbgruppe fällt.

Passende Farbrichtungen spielen wieder in der selben Nuance wie der Naturton der Haut oder Haare eine Rolle, so sind alle kalten Farbrichtungen richtig – sowie Asch, Cendré und Silbertöne, aber auch Pastellfarben und Weißblond schmeicheln dem Typ. Es empfiehlt sich Kleidung ebenso in Pastelltönen, in einem hellen Türkis oder Flieder, aber auch Weinrot, Rosa-Beige zu tragen. Außerdem steht Jeansblau dem Sommertyp perfekt.

Typ Herbst

„Dunkle und warme Farben“ machen den Herbsttyp aus. Entweder hat die Haut einen goldigen Unterton, oder sie ist blass, teilweise mit Sommersprossen versehen und sonnenempfindlich. Braun, heller Bernstein bis Schwarzbraun oder Olivgrün funkeln die Augen des Herbsttyps. Die Farbrichtung der Haare besteht aus einem irischen Rot, sowie aus warmen Braun- und Honigtönen, allzu helle Haarfarben würden diesen Typ nicht unterstützen.

Um die Farbharmonie nicht zu stören, sind im vorgeschlagenen Farbkreis Farben, wie Lodengrün, Tannengrün, Brauntöne, Tomatenrot und Beige enthalten. Die Haarfarbe erstrahlt in einem warmen Rot, Henna oder Kupfer besonders schön. Aber Brauntöne, im Kastanien- oder Honigblondton wirken sich ebenfalls vorteilhaft auf die Erscheinung aus. Genauso kann ein dunkles Braun getragen werden. Wohingegen sind silberweiße oder Rotblautöne unvorteilhaft.

Typ Winter

„Dunkel und kalt“ wird dieser Kategorie zugeschrieben. Die Haut wirkt meist in einem Olivton, jedoch unterscheiden sich die Bräunungsgrade in schnelle und langanhaltende Bräune und in gar keine Bräune. Die Haarfarbe besticht in einem Dunkelbraun bis Blauschwarz. Manche Typen neigen aber zu frühem Ergrauen, außerdem sind auch metallische und graumelierte Töne dabei. Auffallend sind hingegen die Augen in ihren Blau- und Brauntönen.

Dunkle, kalte Farben, wie Weinrot, Violett, Blau-grün, Dunkelblau oder Schwarz, und ein kaltes Zitronengelb, harmonieren gut im Kleidungsstil. Wer die Haarfarbe ändern möchte sollte sich ebenso in allen kühlen Farbtönen, z.B. Asch und Silbertöne in Braun oder Blond, aufhalten. Aber auch Schwarz, Blaugrau, Perlweiß, Weißblond oder Rottöne mit bläulichem Unterton, z.B. Mahagoni, sind möglich. Wer es bunt mag, der kann auch knallige Farben, wie Pink, anziehen. Der Wintertyp sollte in seinem Farbschema bleiben, da er schnell unvorteilhaft auf „falsche“ Farben reagiert.

So unterschiedlich wie die Jahreszeiten sind auch wir Menschen, deswegen ist es manchmal gar nicht einfach sich selbst einem Typ zuzuordnen. Es gibt auch sogenannte Mischtypen, denen z.B. Pink hervorragend steht, obwohl sie eher dem Herbsttyp zuzuordnen sind. Daher kann man beim Shoppen einmal selbst darauf achten, welche Farben einem besonders gut stehen und welche weniger gut. Für eine kleine Übersicht, welche Nuancen bevorzugt zu dem jeweiligen Typ passen, sorgt der Farbkreis (siehe Unten). Aber auch der Friseur eures Vertrauens *zwinker* kann euch Empfehlungen bezüglich einer neuen Haarfarbe geben – ob es eine warme Nuance oder doch eine kühle sein soll. Wer es ganz genau wissen möchte kann auch sogennante Farbberatungsseminare bei Spezialisten buchen und eine optimale Farbenkonstelation für den eigenen Typ bekommen.

Abschließden ist zu sagen, wer seinen Farbtyp gefunden hat und auch Farben in den vorgeschlagenen Nuancen gerne trägt, hat vermutlich ein sehr harmonisches Erscheinungsbild auf andere. Jedoch möchte man meinen, dass jeder gerne das tragen soll, was ihm gefällt.

Bei Interesse über eine typgerechte Haarfarbe könnt ihr gerne in einem unserer Salons vorbeischauen und nach einer Haarfarbenberatung fragen. 🙂

Pflegeserie ahoi!

Es gibt unzählige Pflegeserien, z.B. für gefärbtes, blondiertes, lockiges oder sprödes/kaputtes Haar und natürlich noch viele mehr. Dabei besteht jede Pflegeserie gefühlt aus fünf Extraprodukten, die doch eigentlich eh nur Glanz und Feuchtigkeit bringen oder? Braucht man also wirklich, zusätzlich zum Shampoo, eine Haarmaske, einen Conditioner und ein Pflegeöl für das ultimative Pflegeerlebnis?

Wir sagen Jain. Denn es kommt ein bisschen darauf an, ob das Haar chemisch behandelt wurde, viel thermisch behandelt wird oder einfach natürlich unbehandelt ist. Abhängig davon sollte die jeweilige Pflegeserie ausgewählt werden, da bestimmte Inhaltsstoffe das Haar unterschiedlich pflegen. So beinhaltet zum Beispiel ein Farbshampoo eine spezielle Wirkformel, die die Schuppenschhicht des Haares, durch ihren neutral-sauren pH-Wert, schließt. Und daraus folgend soll die Farbbrillianz länger im Haar erhalten bleiben.

Also machen diverse Pflegeserien für unterschiedlich behandelte Haare schon Sinn.

Aber jetzt zu den Einzelteilen einer Pflegeserie. Eine gute Basispflegeserie beinhaltet das passende Shampoo abgestimmt auf Haar und Kopfhaut, eine Haarmaske abgestimmt auf Längen und Spitzen, einen (Spray-)Conditioner und eventuell noch ein Pflegeöl bzw. qualitatives Stylingprodukt. Was die einzelnen Produkte unterscheidet sind, wie bereits erwähnt, die Inhaltsstoffe – dadurch der pH-Wert, die Konsistenz und eventuell die Einwirkzeit.

Die Hauptaufgabe des Shampoos ist die Reinigung, deswegen sind im Allgemeinen die meisten Reinigungsmittel pH-neutral eingestellt und öffnen somit leicht die Schuppenschicht (Haut und Haar hat einen sauren pH-Wert) – Hauptbestandteil des Shampoos ist Wasser* und ein wichtiger Nebenbestandteil sind die Tenside, welche die Reinigung/Lösung von Fett und Schmutz ermöglichen. Neben der Reinigungswirkung haben spezielle Shampoos auch andere Inhaltsstoffe, um z.B. mehr Volumen zu geben, kaputtes Haar zu regenerieren oder eben die Farbbrillianz zu erhalten.

Nachdem das Haar gereinigt ist, empfiehlt es sich, auf alle Fälle einen Conditioner zu verwenden, wenn man keine Haarmaske raufgeben möchte. Entweder einen Sprayconditioner oder eine Schnellkur. Der Conditioner glättet einerseits die Schuppenschicht und macht somit das Haar leicht kämmbar – denn durch den leicht sauren pH-Wert wirkt das Produkt adstringierend. Durch die mildere Wirkung eignet sich diese Pflege deshalb für den permanenten Gebrauch – sprich bei jeder Haarwäsche. Auch unbehandeltes Haar profitiert somit von einem Conditioner.

Eine Haarmaske hat im Gegensatz zum Conditioner den Effekt der Tiefenregenerierung, da der pH-Wert noch niederiger, also saurer eingestellt ist. Außerdem soll die Maske auch 5 – 10 Minuten im Haar wirken, damit sich die speziellen Pflegestoffe direkt in der Haarstruktur entfalten können. Somit ist die Maske perfekt, um strukturgeschädigtes Haar, sprödes und pflegebdürftiges Haar zu erhalten und gesünder wirken zu lassen. Im Gegensatz zum Conditioner muss die Maske nicht jede Haarwäsche angewendet werden, da diese eine wesentlich reichhaltigere Textur und Pflegewirkung hat. Wer die Maske zu oft anwendet, kann das Haar beschweren und somit „überpflegen“. Doch für chemisch oder thermisch behandeltes Haar ist eine Maske ein Must-Have-Treatment für uns.

Werden die Haare sehr oft thermisch behandelt (also geglättet, geföhnt oder gelockt), kann als Zwischenschritt vor dem Föhnen extra ein Hitzeschutz oder Föhnschauem hinein geben werden. Abschließend als Veredelung zaubert ein Pflegeöl zusätzlichen Glanz. Doch richtige Pflegewirkung besitzen diese Styling- und Abschlussbehandlungen nicht, da lieber bei den erwähnten Anwendungen bleiben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach dem Shampoonieren zumindest eine Sprühpflege oder Schnellkur empfehlenswert ist. Wer gerne mehr für seine Haare tut, der lässt die Haarmaske nicht aus und wendet sie auch regelmäßig an. Also gönnt euch eine Komplettpflegeserie und freut euch dann, über gesundes und glänzendes Haar.

In diesem Sinne wünschen Wir einen erholsamen Sommer, eine gute Zeit und viel Spaß beim Haarepflegen! 🙂

PS: Bei Interesse an einer salonexklusiven Pflegeserie könnt ihr gerne in unseren Salons vorbei schauen und euch kurz darüber beraten lassen.

* Wasser hat einen pH-Wert von 7 (pH-neutral); Haut und Haar haben einen pH-Wert von 4,5 – 5,5 (sauer, pH-Hautneutral); Shampoo hat einen pH-Wert von 7, Haarmaske hat einen pH-Wert von ca. 4. Natürlich varriert das zwischen den Produkten verschiedener Marken.

Training Day

Vielleicht kennt sogar jemand die Strähnentechnik „Lagensträhnen“, denn diese wurde an unserem Trainingstag fleißig geübt. Eine Technik, die einen super natürlichen Look zaubert und beinahe immer anwendbar ist. Doch wie werden Lagensträhnen gemacht?

Zuerst einmal etwas Theoretisches.

Genauso wie klassische Strähnen werden sie mit Folie gemacht, doch die Technik ist eine ganz andere. Man beginnt beim vorderen Haaransatz an der Stirn bzw. Schläfen und richtet die Strähnen und Folien nach Vorne aus, dabei arbeitet man sich dann bis zum hinteren Haaransatz im Nacken durch und so sind alle Haare nach Vorne gesträhnt. Dabei legt man jedes gefädelte Strähnenpaar immer auf die darunterliegende Folie und klebt gleich danach die nächste Folie darauf. Es wird nicht wie bei klassischen Strähnen die Folie geknickt oder eingeschlagen oder macht gar einzelne Päckchen. Denn ein positiver Effekt, der durch Lagensträhnen entsteht, ist, dass man sehr nahe an den Haaransatz kommt – genaueres seht in dann in den Fotos. Man sollte dabei beachten, feine Strähnenabteilungen zu machen, nur so gelingt der natürlicher Look.

Jedoch hat jede Kundin ihren eigenen Stil und so können auch mehrere Farbnuancen oder aufhellende Töne genommen werden. Zum Beispiel passen sehr gut ein heller Blondton und ein dunkler Blondton oder helles Braun zusammen. Es können auch auch mehrere Blondtöne in unterschiedlicher Farbnuancierung abwechselnd gesträhnt werden – einmal ein neutrales Blond und einmal ein goldigerer Blondton. So entsteht ein wunderbares Farbspiel, das wunderbar natürlich aussieht.

Jetzt ein bisschen Praxis zum Anschauen.

An unserem Trainingstag waren zwei unaussprechlich stille junge Damen (unsere Trainingsköpfe) als Modelle im Einsatz. Unsere sehr versierte Kerstin, ein Profi im Lagensträhnen, hat die Lagensträhnentechnik vorgezeigt und Nina und Martina haben daraufhin gleich fleißig selbst Hand angelegt. Den einen Trainingskopf haben wir ein bisschen aufgehellt und den anderen mit ein paar dunklen Highlights verschönert – das Ergebnis könnt ihr ebenfalls in den Fotos sehen.

Ziel des Tages war es, ein Gefühl für die Technik zu bekommen, was man dabei beachten muss und wann Lagensträhnen die richtige Alternative zu klassischen Strähnenpäckchen oder einer anderen Färbetechnik sind.

Wenn ihr selbst einmal Interesse an diesem Look habt, besucht uns gerne in einem unserer Salons und fragt danach oder schaut auf Instagram friseur.riebel vorbei – we are ready for it!

berufsprofil friseur

Was macht den Friseurberuf aus, wie verbringt man die Lehrzeit und welche Karriereziele kann man verfolgen.

Der Beruf des Friseurs wird oft im Allgemeinen als kreative, sich auslebende oder gar künstlerische Arbeit charakterisiert. Doch wie viele Stylisten würden den Friseurberuf tatsächliche so beschreiben? Eine Frage, die vermutlich unbeantwortet bleiben wird, denn jeder hat klarerweise unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Grob könnte man zwei Spezies von Friseuren definieren, Stylisten, die im Salon am Kunden arbeiten und Stylisten, die für Magazine, Run-Way-Shows und diverse Künstler tätig sind.

Übung macht den Meister

So gibt es mehrere Karrierewege, die eines gemeinsam haben, die Ausbildung. Sie beginnt meist mit der Lehre und die dauert normalerweise drei Jahre, die Lehrzeit kann aber auch durch einen höheren Schulabschluss verkürzt werden. Während der Lehre muss planmäßig die Berufsschule besucht werden, um die theoretischen Lehrinhalte zu verinnerlichen. Während der Berufsschulzeit, die in Niederösterreich mehrere Wochen am Stück pro Lehrjahr dauert, wird neben dem Theoretischen auch die Praxis stundenweise vollstritten und dabei an echten Modellen frisiert. Doch das wichtigste in unserem Beruf ist und bleibt die praktische Erfahrung, denn die lässt uns zu Fachexperten werden. Die Kunst dabei ist, das theoretisch Erlernte mit dem Praktischen zu vereinen, da die implizite Farbenlehre und geometrische Schnittführung für den Friseuralltag aktuell von großer Wichtigkeit sind. Ein westenlicher Punkt in der Ausbildung ist auch das aktive Zuhören, um so die Frisurenvorstellung der Kundin oder des Kunden zu verstehen und auch umsetzen zu können. Also ist während der Ausbildung üben, üben, üben und Erfahrungen sammeln das Wichtigste. 😉

So gilt im Friseurberuf, wenn die Basics sitzen, kann kreativ gearbeitet werden. Jeder Schnitt ist individuell auch wenn man exakt den gleichen Schnitt immerwieder schneidet – es ist wie beim Kochen, jedes mal kocht man genau mit den gleichen Zutaten und Geräten ein und das selbe Gericht, und dann kommt es doch vor, dass es anders als sonst schmeckt.

Model auf einer Friseurmesse

Was macht noch unseren Beruf aus? Einerseits sind wir sehr kreativ unterwegs, besonders wenn Kunden sagen „…mach was du willst“. Aber die Chance steht 50:50, dass es der Kundin dann doch nicht gefällt. Daher sollte man im Vorhinein ein paar Do’s and Dont’s absprechen, um in kein Fettnäpfchen zu treten. Abgesehen davon haben die meisten Kunden genaue Vorstellungen, wie die Frisur sein soll bzw. wie sie aussehn möchten. Hier kommt schließlich unsere Expertise zum Einsatz, um zu beraten und über gewisse Frisur-Fehlentscheidungen aufzuklären. Also könnte man meinen, dass unser Beruf semi-kreativ ist bzw. man sich nur in einem gewissen Rahmen bewegen kann, denn man möchte ja glückliche Menschen aus dem Salon verabschieden. Daher liegt das kreative Arbeiten im Salon in der angewendeten Schneide- und Färbetechnik bzw. der Farbnuancenzusammenstellung. Was anderes ist es, wenn man für Fotoshootings, Modeschauen oder Trendmagazine arbeitet, dann lässt sich die Frisur der Mode anpassen und kann überaus kreativ oder gar avantgardistisch ausfallen. Die Haare werden sozusagen zu Kunstobjekten und man frisiert was selbst gefällt – und über Schönheit lässt sich ja bekanntlich streiten.

Ebenso charakteristisch an unserem Beruf ist, dass man immer mit Menschen zu tun hat, man ist immer in unterschiedlicher Gesellschaft. Spricht über Alltägliches aber auch persönliche Schicksale lassen Kunden im Gespräch im Salon zurück, und manchmal wird auch gar nichts gesprochen. Man ist Zuhörer und Verschönerer in einem.

Was macht man aber, wenn einem der Friseuralltag doch zu langweilig ist und man sich weiterentwickeln will? Da gibt es einige Möglichkeiten, um sein Berufsleben ein bisschen aufzupeppen. Zum einen die Meisterprüfung und da ist der eigene Friseurladen nicht mehr weit – Unabhängigkeit, mehr Arbeitsaufwand aber die eigenen Vorstellungen lassen sich verwirklichen. Zum anderen könnte man auch Fachtrainer bei diversen Beautyunternehmen werden und sich in einem Fachbereich (Schnitt, Farbe, Hochstecken) spezialisieren. Mit dem Quäntchen Glück und handwerklicher Perfektion wird man Celebrity-Stylist und fliegt um die Welt oder wird Creative Director bei internationalen Unternehmen und gibt Trends vor. Obendrein steht einem die weite Beautywelt mit all ihren Facetten offen, es gibt auch die Option eine Zusatzausbildung als Make-up-Artist, Lash- und Nails-Designer zu machen oder man wird im Theater als Maskenbildner und Stylist happy. Ein anderes Karriereziel wäre BerufsschullehrerIn, denn den Nachwuchs perfekt auszubilden ist heutzutage immer wichtiger und unerlässlich geworden. So viele Karriereziele, wie in unserer Branche lassen sich selten im Berufsleben finden und jeder kann seiner Passion folgen und sich dabei neu entdecken.

Was unserer Branche noch bevorsteht, wird sich im Laufe der Jahre zeigen, doch eines steht fest, die Haare braucht jeder früher oder später einmal geschnitten. 🙂

Love what you do!

. . . zum Jahresende

Das Jahr 2021 beginnt, fast so wie es endet, mit einem Lockdown. Doch neben dem ganzen Corona-Wahnsinn gab es auch einige erfreuliche Ereignisse im Jahr 2021.

Eigentlich war der Salonumbau in Bisamberg schon vergangenes Jahr geplant, doch durch die unsicheren Coronazeiten, entschieden wir uns, es auf Später zu verschieben. Aufgrund der Impfeinführung in der ersten Jahreshälfte und der halbwegs stabilen Corona-Situation im Sommer, haben wir uns Ende August dazu entschlossen, dass „Später“ jetzt ist und die Umbauarbeiten starteten sogleich. Aus dem eingewohnten Salon wurde, durch die schlichte Einrichtung, ein modernes Geschäft, das Jung und jung Gebliebene verschönert. Leider konnten wir aber noch keine Einweihungsparty feiern, aber vielleicht wird es 2022 möglich sein. Wer aber sich selbst von den Verschönerungen des Salons überzeugen mag, der kann gerne persönlich vorbei schauen oder einen der Blogartikel dazu durchlesen. Außerdem haben wir unser Team in Bisamberg erweitert und freuen uns sehr, dass Kerstin W. Sie jetzt mit Susanne im Salon begrüsst.

Erfolgreich war auch schon der Juni, denn die Lehrlingsabschlussprüfung stand für unsere Kerstin D. aus dem Stockerauer Salon an. Nach der dreijährigen Lehrzeit gibt es, so wie in allen Lehrberufen, eine Abschlussprüfung, die die fachlichen Qualifikationen und Fähigkeiten testet. Um vom Lehrling zum Gesellen zu werden, muss eine praktische Prüfung und ein Fachgespräch absolviert werden. Die Prüfung nimmt einen ganzen Tag in Anspruch und findet in St. Pölten statt. Neben den Damenservices, gibt es auch das Herrenservice und zum Berufsbild gehört weiterhin das Haararbeiten, wo in Detailarbeit Arbeitsproben gezeigt werden. Alle Teile hat Kerstin nicht nur positiv abgeschlossen, sondern konnte mit „gutem Erfolg“ in den neuen beruflichen Abschnitt starten. Wir sind sehr stolz und gratulieren herzlichst!

„Fachexperte Professional“

Zu beginn des Jahres hat sich Sophie entschlossen, die Meisterprüfung zu absolvieren und startete sogleich in der ersten Jahreshälfte. Die Meisterprüfung muss in fünf Modulen abgeschlossen werden – der fachliche Teil setzt sich aus mündlich, schriftlich und praktisch zusammen, der allgemeine Teil beinhaltet zum einen die Unternehmerprüfung und zum anderen die Lehrlingsausbildnerprüfung. Wobei sich die Anwärter selbst die Reihenfolge der Prüfungen aussuchen können. Genauso wie bei der Lehrabschlussprüfung, müssen Arbeitsproben aus Damenservice, Herrenservice und Haararbeiten gezeigt werden, nur in intensiverer und anspruchsvollerer Ausführung. Durch die Matura und dem bereits absolvierten Lehrlingsausbildnerkurs fehlten für den Abschluss zum Meister schließlich die drei fachlichen Module. Die theoretischen Prüfungen bestritt sie in der ersten Jahreshälfte und den praktischen Fachteil hob sich Sophie als letzten Teil für Dezember auf. Auch dieser wurde erfolgreich abgeschlossen. Wir gratulieren ebefalls herzlichst und freuen uns sehr! (Die Urkunde des praktischen Teils lässt noch auf sich warten.)

Zum Abschluss sagen wir DANKE an unsere treuen Kunden und Kundinnen, die uns weiterhin während diesen nicht immer einfachen Corona-Zeiten in den Salons besuchten und weiterhin besuchen. Vielen Dank, für euer Vertrauen und die schöne Zeit, die wir gemeinsam verbringen.

Ein riesengroßes Dankeschön gilt auch unseren MitarbeiterInnen, die tagtäglich ihr bestes geben und wirklich ein großartiges Team und einzigartige Menschen sind! (Ihr seid`s spitze!)

Wir wünschen euch allen schöne Weihnachten, besinnliche Festtage und ein aufregendes, gutes Jahr 2022.

Frohe Weihnachten und bis bald in einem unserer Salons!

Neuer Salon in Bisamberg

Die Verschönerungen des Bisamberger Salons konnten nach einer zweiwöchigen Umbauphase abgeschlossen werden und die Räumlichkeiten erstrahlen nun im neuen Glanz.

Ende August konnte nun endlich das Projekt „Salonumbau“ in Bisamberg in Angriff genommen werden, denn geplant war der Umbau bereits im Jahr 2020, doch Corona machte uns einen Strich durch die Rechnung. Der Zeitplan war strikt, da in nur zwei Wochen das komplette, alte Mobiliar entsorgt, die in die Jahre gekommenen Installationen erneuert und die neue moderne Einrichtung angeliefert und aufgebaut werden musste. Glücklicherweise sind kaum böse Überraschungen während des Umbaus zum Vorschein gekommen und alles lief nach Plan. Das Raumkonzept „Einfach/Modern“ mit einer weichen, runden Designlinie hat perfekt anklang in dem kleinen Salon gefunden.

Eines war von Anfang an klar, der bestehnde Raumplan musste größtenteils so bleiben wie er ist und somit war die Tüftelei wegen des Raumkonzeptes etwas begrenzt, da der Salon gar keine so einfache Raumaufteilung hat, wie es am Anfang erscheinen mag. Es mussten fünf Frisierplätze sowie zwei Waschanlagen hineinpassen und genügend Platz für Stauraum sein. Deswegen wurde die Heizungsanlage umgesetzt und eine schmale Durchgangsmauer im hinteren Bereich geschmissen. Das Raumkonzept passend zu den begrenzten Räumlichkeiten war dadurch schnell entschieden, weniger ist mehr. Mit kompakten Sesseln, bodenlangen Spiegeln und unaufdringlichen Beistelltischen wirkt das Innere unseres Friseursalons nun viel einladender und geräumig. Die Kassa im Eingangsbereich wirkt frisch und hell und rundet das Interior des Salons passend ab. Ein wichtiger Punkt ist die Beleuchtung, denn um gut arbeiten zu können, muss genügend Helligkeit vorhanden sein.

Somit wurde das anfangs ausgewählte Designkonzept von „Einfach/Modern“ perfekt umgesetzt – die runden Stylingsessel im vorderen Bereich und die dazu passende Waschlounge im hinteren Bereich konnten wunderbar integriert werden. Und natürlich haben wir für euch ein paar vorher-nacher-Fotos von der großen Veränderung unten angehängt. Wir hoffen, sie gefallen! Wir sind super happy mit dem Ergebnis des Umbaus und freuen uns, euch nun endlich im neuen Salon begrüßen zu dürfen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die super Handwerker!

PS: Eine Einweihungsparty ist diesen Herbst auch geplant, aber Datum steht noch keines fest. Bis dahin, eine schöne Zeit und schaut gerne vorbei, Kerstin und Susanne sind für euch bereit. 🙂

… es wird rund laufen

So viel sei verraten, im Bisamberger Salon wird es bald rund gehen.

Nachdem der Salon in Bisamberg seit längerem auf seinen Umbau wartet und Corona uns letztes Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, wird das nun heuer in der zweiten Jahreshälfte in Angriff genommen.

Der kleine aber feine Salon wird eine Grunderneuerung bekommen. Das jetzige Interieur wird ausgemustert, die Fliesen und die dunkle Kassaecke müssen Platz für Neues machen. Außerdem gibt es eine andere Raumaufteilung im hinteren Bereich des Salons, somit werden vereinzelt Bereiche verändert, um die zwei neuen Waschbecken unterzubringen. Auch der Aufenthaltsraum wird natürlich neu eingerichtet.

Insgesamt kommt ein modernes, unaufgeregtes Raumkonzept nach dem Motto „Einfach\Modern“ zum Einsatz – das aus gemütlichen Möbeln, einem hellen Fußboden in Holzoptik und ausreichend Lichtquellen besteht. Es sind 4 – 5 Stylingplätze und ein einladender Kassenbereich direkt beim Eingang geplant. Die Waschlounge wird, wie bereits erwähnt, im hinteren Bereich des Salons untergebracht werden, wo unsere Kunden die Kopfmassage in Ruhe genießen können. Die schwarzen Frisiersessel bestechen dann in rundem Design und dazu passend wird es von der selben Interieur-Linie die Waschbecken geben, um das Konzept „Einfach\Modern“ bestmöglich umzusetzen – so wird das Hauptaugenmerk auf einer runden Linie bezüglich Interieur und Ausstattung liegen (siehe unten).

Die Renovierungsphase ist mit zirka 2 Wochen angesetzt und danach soll es eine entspannte Einweihungsfeier mit Brötchen und Sekt geben (natürlich abhängig von der aktuellen Coronalage).

Wir hoffen, dass das Projekt dieses Jahr losgehen kann und freuen uns schon, unsere Kunden im neuen Salon begrüßen zu dürfen.

Dankeschön

Wie alles, so neigt sich auch dieses Jahr dem Ende zu. Neues gelernt und Altes wissen wir nun vielleicht mehr zu schätzen. Doch das was uns das Leben noch geben wird, auf das können wir nur gespannt warten. Wir wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein hoffnungsvolles 2021!